Elektronenmikroskopie - Institut für Pathologie der Universität Regensburg

Elektronenmikroskopie

Bei morphologischen Untersuchungen erweitert die Elektronenmikroskopie als Spezialmethode das Auflösungsspektrum der Lichtmikroskopie und erlaubt somit auch die Untersuchung pathologischer Veränderungen von Zellbestandteilen und Zellorganellen. Die Abteilung für Elektronenmikroskopie ist sowohl in die Krankenversorgung als auch in die Forschung integriert.

Das Labor ist mit einem Filter-Transmissionselektronenmikroskop (EFTEM) mit der Möglichkeit zur EELS-Analyse von anorganischen Ablagerungen, mit einem Gerät zur vollautomatisierten und standardisierten konventionellen Probeneinbettung, einem mikrowellenunterstützen Einbettautomaten für die beschleunigte Gewebeeinbettung sowie einem Automaten zur automatisierten und standardisierten Immunogoldmarkierung für bis zu 24 Proben ausgestattet.

In der Krankenversorgung werden nach Kunstharzeinbettung und Ultradünnschnitttechnik von Gewebeproben bzw. Negative-Staining-Verfahren von Ausstrichpräparaten spezielle Fragestellungen insbesondere seltener Erkrankungen bearbeitet.

Zu unserem Leistungsspektrum zählen unter anderem:

  • Speichererkrankungen (z.B. Glykogenosen, Sphingolipidosen)
  • Ziliendefekte (z.B. primäre Ziliendyskinesie)
  • Mitochondriopathien
  • Tumordifferenzierungen
  • Vireninfektionen (z.B. Herpesviren)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen (z.B. Myokarditis)
  • Seltene Erkrankungen des Respirationstraktes (z.B. Alveolarproteinose)
  • Seltene Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes (z.B. "microvillus inclusion disease", "tufting enteropathy")
  • Seltene Erkrankungen der Haut (z.B. Kollagenosen)
  • Fremdkörper- bzw. Partikelinduzierte Erkrankungen (z.B. Argyrose)

Für eine sichere Diagnosestellung ist ein adäquates Handling der Gewebeproben oder des Abstrichmaterials notwendig. Wir stellen unseren Einsendern abhängig von der Fragestellung und vom Gewebe spezielle Fixierungslösungen und Versandmaterial zur Verfügung.

Ihr ärztlicher Ansprechpartner für weitere diagnostische Fragestellungen oder Forschungsvorhaben:
Ltd. OA Prof. Dr. med. Christoph Brochhausen-Delius
Telefon: +49 (0)941 - 944 6636

Labortechnische Anfragen beantworten Ihnen die Mitarbeiter der Elektronenmikroskopie unter: +49 (0)941 - 944 6645